2 Wissensmanagement-Studien: Wo geht die Entwicklung hin?

Wissensmanagement-Trends 2014-2023: Was Anwender nutzen und Visionäre erwarten

Wissensmanagement-Trends 2014-2023: Was Anwender nutzen und Visionäre erwarten“ ist der Titel der von der Unternehmensberatung Pumacy Technologies AG veröffentlichten Studie. Dort wurden 32 verschiedene mit dem Wissensmanagement in Zusammenhang gebrachte Methoden und Werkzeuge miteinander verglichen. Nicht inhaltlich, sondern in Bezug auf ihre Markteinführungsphase anhand des Hyper-Cycles. Zusätzlich haben sie die Praktiken hinsichtlich ihrer Erprobung am Markt kategorisiert: EARLY BIRD, GIVE IT A TRY, PROVED IN PRACTICE, HIDDEN CHAMPIONS. Der Hyper-Cycle nach Fenn und Raskino gliedert sich in 5 Phasen. „Eine Innovation erscheint auf der Bühne  („Technologischer Auslöser“). Anwender und Berater preisen sie auf Konferenzen oder in Fachzeitschriften an. Der Hype ist da („Gipfel der überzogenen Erwartungen“). Nach einiger Zeit wird offenkundig, dass die Erwartungen zu hoch sind. Viele Nutzer wenden sich enttäuscht wieder ab („Tal der Enttäuschungen“). Später folgt die Erkenntnis, dass die Neuerung doch ihre Berechtigung hat („Pfad der Erleuchtung“). Sie findet schließlich nachhaltigen Einsatz in der Praxis („Plateau der Produktivität“). Nach enttäuschten Erwartungen ist es aber ebenso möglich, dass die Innovation wieder vom Markt verschwindet. Aus den Ergebnissen einer Hype-Cycle-Studie ergeben sich Rückschlüsse darauf, ob eine Innovation reif für einen sinnvollen Einsatz in der Praxis ist (Investition in den Praxiseinsatz) oder ob sie sich noch in einem Entwicklungsstadium befindet (Investition in Forschung).“

Wichtig zu wissen ist, dass die Einschätzung wo die einzelne Methodik zu verorten ist nicht durch einen Einzelnen erfolgte, sondern durch Befragung von Experten ermittelt wurde. Bei manchen Praktiken waren sich die Experten relativ einig, bei manchen nicht. „Kontroverse Einschätzungen zur Hype-Cycle-Positionierung ergaben sich für die Praktiken Tagging, Projektdatenbank, CMS, Selbsterklärende Ordnerstruktur, Business Intelligence, Wissensaudit, Wissensbilanz, Open Space, World Café und Double-Loop-Learning.“

Eine Zusammenfassung und die Möglichkeit die vollständige Studie zu beziehen, finden Sie hier.

Die Personalberatungsfirma Hays beleuchtet mit seinen Partnern Pierre Audoin Consultants (PAC), der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) und der Beratung für Unternehmenskommunikation iKOM in dem über zwei Jahre angelegten Studienprojekt Wissensarbeiter und Unternehmen im Spannungsfeld auf verschiedenen Ebenen, wie Wissensarbeiter agieren möchten und in welcher Form Unternehmen dies umsetzen. Auch für diese Studie wurden Experten und Wissensarbeiter herangezogen. Die Experten wurden zu Ihrer Meinung über die Bedeutung der Wissensarbeit(er), zu Besonderheiten des Managements von Wissensarbeit(ern) und den Erfolgsfaktoren in diesem Zusammenhang befragt. Die Interviews wurden einzeln veröffentlicht und ihre Ergebnisse in einem Thesenpapier zusammengefasst.  Zur Verifizierung der Thesen wurden in einem zweiten Teil mehr als 300 fest angestellte Wissensarbeiter zu ihren Erwartungen, ihrer Rolle und Situation in Unternehmen befragt. Eine Auswahl der Papiere haben wir mit freundlicher Genehmigung bei bei uns veröffentlicht (siehe Autor Frank Schabel).

One Response to “2 Wissensmanagement-Studien: Wo geht die Entwicklung hin?”

  1. Veröffentlicht von wissensarbeiter am 8. November 2013 in Gesellschaftlicher Wandel Schlagwörter Arbeitswelt , Fachkräftemangel , Gesellschaft , Knowledge Worker , Recruitung , Wissensarbeiter , Wissensgesellschaft .

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