3 neue Beiträge: NPO, KM in Iran, Trends in der Personalentwicklung

Beim Thema Wissensmanagement denken wir meist zuerst an Unternehmen. Der Umgang mit Wissen kann aber auch außerhalb von kommerziell ausgerichteten Organisationen verbessert werden. In vielen Fällen kann dazu auf bereits etablierte Methoden aus dem Wissensmanagement zurückgegriffen werden. Wir freuen uns  Ihnen den Beitrag Das Wissen der Bürger nutzen – Chancen für soziale Organisationen von Frau Dr. Reiser vorzustellen. Sie befasst sich seit vielen Jahren mit Non-Profit-Organisationen (NPOs) und neuen Kommunikationsansätzen. In der Wissensmanagement-Szene ist Sie letztes Jahr mit ihrer Blogparade zum Thema „Wissensmanagement in Nonprofits mit Social Media“  positiv aufgefallen.

Yasaman Farashahian und Amin Abbasi stellen uns in Ihrem Beitrag Design & the Implementation of Knowledge Management System Ihre Erfahrungen bei der Einführung von Wissensmanagement im iranischen Unternehmen Saveh rolling & profile Mills company vor. Es gibt aus dieser Region der Welt selten Berichte über KM und so bitten wir Sie über sprachliche Unzulänglichkeiten ein wenig hinweg zu sehen.

Dann haben die time4you GmbH und die Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Ihre dreijährige Studie zur zukünftigen Entwicklung von Personal-, Informations- und Trainingsmanagement abgeschlossen. Ergebnis dieser Studie sind unter anderem  jährliche Berichte über die gewonnenen Erkenntnisse, die selbstverständlich auch alle hier auf der Community of Knowledge verfügbar sind. Bisher haben wir hier noch keine Pressemitteilung veröffentlicht, aber die Mitteilung der times4you fasst den Zyklus gut zusammen und so verwende ich hier den größten Teil von ihr.

Auszug aus der Pressemitteilung der timey4you GmbH:

Wie lernen und arbeiten wir in zwanzig, dreißig, fünfzig Jahren? Mit dieser Frage beschäftigten sich im Jahr 2007 die Teilnehmer einer time4you Livesession. Wie sich unsere Arbeits- und Lernwelten in den nächsten Jahren entwickeln können, damit beschäftigte sich umfassend die dreiteilige Studie zur „Zukunft des Lernens und Arbeitens“. Die Kooperationsstudie der ZHAW Zürich (Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften) und der time4you GmbH, Karlsruhe, hat über mehrere Jahre verschiedene Unternehmen im nationalen und internationalen Markt befragen können.

Mitarbeiterportale, E-Learning, Employee Self Service, E-Recruiting – diese Begriffe gehören inzwischen im Human Resources zum alltäglichen Sprachgebrauch. Eine rasante informationstechnologische Entwicklung hält seit einigen Jahren Einzug in viele Unternehmensbereiche und verändert grundlegend Kommunikation und Zusammenarbeit. Dies verändert zunehmend die Strategien und Szenarien für Trainingsprozesse, den Weiterbildungs- und Personalbereich.

Fokus Teil 1 der Studie
Unter Berücksichtigung einer zunehmenden globalen Veränderung lassen sich so genannte fünf Megatrends ableiten, deren Auswirkung auf künftige technische Entwicklungen absehbar sind. Zu ihnen gehören:
1. Individualisierung, Liberalisierung, Emanzipation
2. Auflösung von Grenzen und zunehmende Mobilität
3. Virtualisierung der zwischenmenschlichen Beziehungen und Interaktionen
4. Intensive globale Nutzung
5. Ökonomisierung und globaler Wettbewerb

Bei genauer Betrachtung der Entwicklungen im Personal-, Informations- und Trainingsmanagement wird deutlich, dass Parallelen zu den genannten Megatrends existieren. So spiegeln sich die Individualisierung in der Gestaltung individueller Entwicklungspfade sowie in User-Generated-Content, Ökonomisierung in Bildungscontrolling, Wissensbilanzen sowie Performance-Measurement und die zunehmende Mobilität in der verstärkten Verwendung mobiler Services zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen wider. Wichtige technische Entwicklungen wie beispielsweise Web 2.0-Tools,
kooperatives Lernen in Social Communities, Lernplattformen und Content Sharing gewinnen weiter an Relevanz.

Fokus Teil 2
Aus den Ergebnissen der zweiten Forschungsperiode ließen sich unter anderem sieben Handlungsfelder ableiten
1. Neue Ziele, neue Kompetenzen
2. Neue Kenntnisse über Lernende
3. Neue Rollen der Vermittler
4. Neue Bildungsprozesse
5. Neue Instrumente der organisationalen Wahrnehmung
6. Neue Formen der Flexibilisierung
7. Neue Führungsrollen

Fokus Teil 3
In der dritten Forschungsperiode wurden neben Trends im Bildungsbereich die künftige Verwendung von E-HRM (Electronic Human Ressource Management) und der Einsatz von IT-Systemen im HR-Bereich von Unternehmen betrachtet. Trendaussagen verschiedener Studien seit 2008 wurden gegenübergestellt. Abgeschlossen wurde der dritte Teil mit der Betrachtung von Entwicklungspotenzialen von Hochschulen und Bildungseinrichtungen sowie dem Corporate Learning.

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