Inwiefern ist ein E-Journal eine attraktive Form der Bündelung unserer Artikel?

Open E-Journal AutorIn der Vergangenheit wurden Schwerpunktthemen auf der community-of-knowledge sehr gerne gelesen und gut angenommen. Die Besucherzahlen stiegen und Autoren nahmen aktiv Kontakt zu uns auf. Aus dem Redaktionsteam der community-of-knowledge kam der Vorschlag, die Katalogisierung unserere Beiträge für andere Dienste zu unterstützen, indem wir ISSN-Nummern vergeben. Insbesondere Bibliotheken oder andere Katalogisierungseinrichtungen arbeiten bereits verstärkt mit  ISSN.
Eine ISSN ist eine Internationale Standardseriennummer (engl. International Standard Serial Number), die Schriftenreihen eindeutig identifiziert. Sie dient der unverwechselbaren Identifikation eines fortlaufenden Sammelwerks. Die ISSN kann als das Gegenstück zur ISBN für Bücher betrachtete werden.

Die Frage nach einem Open E-Journal umfasste sogar zwei Teilfragen – aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, die des Autors und die des Lesers.

Ein E-Journal unter einer offenen Lizenz kann Artikel zu einem Schwerpunktthema bündeln und diese in kompakter Form in einem weiteren Kommunikationskanal sowie als Publikationsreferenz für die Autoren anbieten. Ein E-Journal stellt einen hohen redaktionellen Aufwand dar, der nicht zwangsweise zusätzlich Inhalte schafft, sondern diese neu aufbereitet. Denkbar ist pro Quartal ein E-Journal (mit ISSN/ISBN-Nummer).

Wenn Sie einen Artikel veröffentlichen wollen, wäre es durch die Anbindung an ein E-Journal für Sie attraktiver zu publizieren?

Fänden Sie es als Leser attraktiver, Artikel kompakt zu einem Schwerpunktthema zu lesen, als nach und nach auf der Webseite?
Open E-Journal Leser

Obwohl wir in unserer Fragestellung auch deutlich auf die Probleme und Schwierigkeiten eines solchen Features hingewiesen haben, haben die Befragten sowohl aus der Perspektive der Autoren als auch der Leser eine solche Möglichkeit stark unterstützt. Etwa 2/3 der Befragten halten es für attraktiver unter einer Anbindung an ein Open E-Journal zu  veröffentlichen. Über 3/4 der Befragten halten diese Form der Aufbereitung als Leser für attraktiver als eine schrittweise Veröffentlichung auf der Plattform. Auch die Tatsache das niemand mit „nein“ gestimmt hat, zeigt, dass wir mit diesem Thema keine belanglose Frage aufgezeigt haben, sondern sich für die Mehrheit eine attraktive Form der Artikelaufbereitung ergeben würde.

Was passiert nun?

Derzeit arbeiten wir insbesondere and der technischen Umsetzung der neuen community-of-knowledge. Deswegen haben wir einige Features, die nicht direkt die Architektur betreffen, als ein späteres Arbeitspaket in den Herbst verschoben. Dies betrifft auch die Umsetzung eines E-Journals wie auch die Vergabe von ISSN.

Wie könnte ein Open E-Journal konkret umgesetzt werden?

Die umfangreiche Version eines E-Journals wäre, alle zwei Monate zu einem spezielen Schwerpunkt Artikel zu sammeln und diese in redaktionelle überarbeiteter Fassung zu präsentieren. Die minimal Version wäre eine jährliche Bündelung aller Artikel mit dem Titel community-of-knowledge 200X und diese Publikation mit einer ISSN auszuzeichnen. Hierfür würde eine ISSN ausreichen, denn die ISSN identifiziert die gesamte Folge der fortlaufend erscheinenden Veröffentlichung und wechselt nur, wenn sich der Titel der Publikation ändert (http://www.d-nb.de). Realistisch wäre, sich in der Mitte zu treffen, grobe Schwerpunktthemen zu bilden und diese in einer Bündelung der Artikel mit einer ISSN zu kennzeichnen.
Wir werden hier noch Erfahrungswerte bilden müssen. Dabei werden wir klein anfangen und dieses Feature bei guter Resonanz nach und nach ausbauen.

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2 Responses to “Inwiefern ist ein E-Journal eine attraktive Form der Bündelung unserer Artikel?”

  1. Bettina Bauer sagt:

    Ein guter Einstieg bei Fragen rund um Open-Access ist open-access.net, auch mit Informationen speziell für Herausgeber von E-Journals: http://open-access.net/de/wissenswertes_fuer/herausgeber_von_zeitschriften/

  2. Ingo Frost sagt:

    Danke für den Hinweis! http://open-access.net/ kenne ich schon lange durch Rubina Vock und nutze die Info-Plattform sehr gerne..

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