Von Systemarchetypen und den Herausforderungen vor denen Unternehmen heute stehen – Neue Artikel auf der Community of Knowledge

Bernhard von Guretzky, unser fleißigster Autor, hat nachgelegt: Mit dem Artikel „Systemarchetypen“ spannt er den Bogen um die Komplexitätstheorie immer weiter. In dem Artikel Wissensmanagement 3.0 nahm er Bezug zur Chaos- und Komplexitätstheorie, die er in dem gleichnamigen Artikel gesondert erläuterte. Nun geht es um die Systemarchetypen von Carl Gustav Jung, die bestimmte tief verankerte Verhaltensmuster, genauer gesagt die Kultur, in Organisationen erklären. Und die bedingt bekanntlich wiederum die Wissenskultur, die in einem Unternehmen herrscht.

Herr Jung hat verschiedene Typen ausgemacht. Ich persönlich kannte die Systemarchetypen bisher noch nicht, erkannte darin aber ein mir bekanntes ähnliches Konstrukt wider: das 3-Ebenen-Modell von Edgar Schein. Die unterste, die „auf den ersten Blick nicht  sichtbare“ 3. Ebene, besteht aus Grundannahmen, Weltanschauungen, auf denen die beiden höheren Ebenen aufbauen. Diese bestimmt die Organisationskultur, so wie die Systemarchetypen in dem Modell von Jung.

Wir konnten nicht alle Einsendungen für unser erstes Open Journal of Knowledge Management 2009/2010 berücksichtigen. Auf der Community of Knowledge wird aber jede veröffentlicht. Die ersten 2 Beiträge sind jetzt online. Die Auswahl erfolgte zufällig. Rückschlüsse auf die Platzierung sind nicht möglich. Es handelt sich um den Beitrag „Wie Unternehmen sicher die Krise überleben – Der Enterprise Knowledge Management Cycle“ von Christian Severin und „Forschungsbedarf im Wissensmanagement für KMU – Ein Ausblick“ von den beiden Fraunhofer Instituten IFF und IPK.

Herr Severin fordert von den Unternehmern, was für uns „Wissensmanagement-Begeisterte“ nichts Neues ist: Nur die gemeinsame Entwicklung von technologischen, organisatorischen, fähigkeitsorientierten und kulturellen Komponenten  führt zu einem erfolgreichen Wissensmanagement (WM). Er ordnet die 4 Elemente in einem so genannten „Enterprise Knowledge Management Cycle (EKM-Cycle)“ an. Das diese scheinbare Selbstverständlichkeit noch immer publiziert werden muss, zeigt wie wenig davon bisher in den Unternehmen angekommen ist. Herr Severin bezieht seine Erkenntnisse aus den alltäglichen Erfahrungen, die er als Berater macht, wonach in der Praxis Wissensmanagement immer noch zunächst mit IT gleich gesetzt wird.

Auch die Fraunhofer können, durch ihre tatkräftige Mitarbeit bei den von dem BMWi geförderten Programmen, wie Prowis oder der Wissensbilanz, aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen, was die Einführung von WM und die typischen Probleme von Mittelständlern ausmachen. Auch sie weisen auf „Herausforderungen“ für Unternehmen hin, die an sich selbstverständlich sein sollten, wie z.B. ein ganzheitliches WM oder die Erfolgsmessung von WM, die im Alltag aber allzu oft eben gerade nicht beachtet werden.

Was sind denn Ihrer Meinung nach die Herausforderungen vor denen unsere Unternehmen stehen? Schreiben Sie einen Kommentar oder reichen uns einen Beitrag ein.

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